Digitale Baustelle: Erste Schritte auf dem Weg zur Digitalisierung der Baustelle

Wenn Sie den Ausdruck “Digitale Baustelle 4.0” hören, denken die Sie vermutlich unmittelbar an BIM (Building Information Modeling). Denn BIM ist wie kein anderes Schlagwort zum Synonym für die Digitale Baustelle geworden. Das hat seine Berechtigung angesichts der großen Chancen, die aus der Digitalisierung des gesamten Bauablaufs entstehen.

Dennoch möchten wir in diesem Ratgeber den Blick (noch) nicht auf BIM werfen, sondern einen Schritt zuvor beginnen. Das Fundament für digitale Prozesse im Bauablauf bildet ein ordentliches, digitales Projektmanagement am Bau. Diese Basis ist bei den meisten Unternehmen der Baubranche in Deutschland und Österreich derzeit noch nicht gegeben.

Die Corona-Krise hat diese überfällige Entwicklung zwar beschleunigt, doch vor allem kleinere und mittlere Architekturbüros und Handwerksunternehmen beginnen erst damit, für Themen wie Baudokumentation oder Bauüberwachung nach digitalen Lösungen zu suchen.

In diesem Ratgeber beleuchten wir den Stand Digitalisierung auf der Baustelle und zeigen den ersten Schritt auf dem Weg zur digitalen Baustelle.

Was ist die digitale Baustelle (Definition)?

Unter digitaler Baustelle versteht man die Abwicklung aller Bauabläufe über zentrale, digitale Systeme, um alle Daten schnell und zuverlässig zu verteilen. Mit digitalen Systemen sind Softwarelösungen und Apps gemeint, die auf PC, Laptop, Tablet und Smartphone eingesetzt werden.

Es wird auf einen Blick klar, dass dies mit herkömmlichen Methoden, wie Zettel und Stift, nicht umsetzbar ist. Die meisten Architekten und Bauleiter verwenden deshalb fürs dokumentieren Programme wie Word oder Excel. In unserem Ratgeber “Word, Excel und WhatsApp: Warum BauMaster besser ist am Bau” erklären wir ausführlich, warum diese Anwendungen nicht für die Digitalisierung von Bauabläufen geeignet sind.

Voraussetzungen für die digitale Baustelle sind die vollständige Erfassung von Informationen und die unverzügliche Verteilung an die Baubeteiligten. Dokumentation, Kommunikation und die gesamte Organisation aller Bauprozesse müssen also zentralisiert werden, damit eine “echte” Digitalisierung möglich wird. Hier findet später auch der Anschluss ans BIM-Modell statt.

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Digitalisierung auf der Baustelle für den ganzen Bauablauf

Der Weg zur Digitalisierung der Baustelle

Bei der Digitalisierung der Baustelle dreht sich alles um mehr Zusammenarbeit, Sicherheit und Arbeitserleichterung. Letztlich soll Digitalisierung den zeitlichen und finanziellen Erfolg eines Bauprojektes sichern und dabei die Qualität der Bauausführungen gewährleisten.

Was lässt sich auf der Baustelle alles digitalisieren?

Im Folgenden ein kurzer Überblick über den Stand und die Möglichkeiten der Digitalisierung auf der Baustelle.

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3D-Druck

Dabei geht es um computergestützte Bauverfahren zur Errichtung von Modellen oder Bauwerken mit 3D-Druck-Technologie. Im Bauwesen kommt dies z.B. beim Fertighausbau zum Einsatz.

Robotik

Bereits seit mehr als 30 Jahren werden Robotik-Systeme im Hochbau eingesetzt. Von Hilti gibt es beispielsweise einen BIM-fähigen Baustellenroboter für Deckenbohrungen, der insbesondere von Installationsunternehmen eingesetzt wird und Baustellenarbeiter entlasten soll.

Internet of Things (IoT)

Das sog. “Internet der Dinge” auf der Baustelle ist ein Netzwerk von Geräten und Maschinen, die mit dem Internet verbunden sind.

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Jedes Gerät, welches mit Sensoren ausgestattet wird, kann Daten übertragen. Auf der Baustelle ist das v.a. für Baumaschinen, Material, Geräte und Bauteile interessant.

Die erfassten Gegenstände können so in den Projektablauf mit einbezogen werden. Dies ermöglicht eine vorausschauende Wartung, erhöhte Sicherheit und effizienten Kraftstoffverbrauch beim Maschineneinsatz und letztlich die Fernverwaltung von Baustellen.

Telematik / Remote Control

Mit der Erfassung und Interpretation von Daten an Baufahrzeugen lässt sich die Produktivität erhöhen und Betriebskosten und Leerlaufzeiten senken. Eine automatisierte Abrechnung oder Nachweispflicht wird realisierbar.
Durch Remote Control (Einsatz von ferngesteuerten Baumaschinen) können Ladezeiten und -kapazitäten und der Maschinenbetrieb eines Baufahrzeuges software-gesteuert optimiert werden.

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Building Information Modeling (BIM)

Mittels BIM werden schon mit Beginn der Planung oder Konzeptionierungsphase, digitale Simulationen des Bauvorhabens entwickelt. Das verhindert Fehlplanungen und erhöht die Effizienz und Qualität im Bauprozess. Das sog. BIM-Modell steht und fällt mit den verfügbaren Daten, die dann im Laufe des Bauprozesses hinzugefügt werden.

Die Baubranche lernt von anderen Branchen, angespornt von Industrie 4.0, und öffnet sich für digitale Neuerungen. Wenn es in der Bauprojektleitung gelingt, digitale Bauabläufe einzuführen, dann erschließt dies Wachstumspotentiale und sichert die Wettbewerbsfähigkeit.

Wie eingehend angedeutet, bildet unserer Erfahrung nach ein digitales Bauprojektmanagement den Grundstein für die digitale Baustelle.

Die Digitalisierung des Projektmanagements

Der Architekt, Projekt- oder Bauleiter ist der Dreh- und Angelpunkt eines Bauvorhabens. Er bzw. sie steuert, überwacht, kommuniziert und dokumentiert alle Geschehnisse, Ausführungen, Termine und nächsten Schritte. Der Projektmanager benötigt Zugriff auf alle Daten und Informationen in Echtzeit, damit er jederzeit einen sofortigen Überblick hat.

Ist dies nicht gegeben, erscheinen alle anderen Digitalisierungsschritte zuerst einmal nebensächlich. Der Erfolg eines Bauprojektes steht und fällt mit beweissicherer Dokumentation, effizienter Organisation und einer ordentlichen Bauüberwachung. Wenn das erreicht ist, sollte man sich natürlich Gedanken machen über die Optimierung des Fuhrparks, Maschineneinsatzes, Personalplanung u.v.m.

Es ist noch kein Standard in der Bauleitung, Daten über eine Cloud zwischen Büro und Baustelle auszutauschen oder mit anderen Baubeteiligten digital vernetzt zu bauen. Wie soll dann die Kluft zwischen einem BIM-Modell und den tatsächlichen Geschehnissen auf der Baustelle überwunden werden?

Lesen Sie weiter um zu erfahren, wie digitale Baustellen Apps mittlerweile erfolgreich für das gesamte Projektmanagement eingesetzt werden.

Der digitalen Baustelle einen Schritt näher

Egal ob wir von einer Digitalen Baustelle im Tiefbau oder Hochbau sprechen, die Anforderungen bei einem Bauvorhaben sind grundsätzlich immer ähnlich:

  • Klare und transparente Kommunikation und Informationsweitergabe
  • Schnelle und beweissichere Baudokumentation und sichere Dokumentenverwaltung
  • Effizientes Qualitätsmanagement
  • Flexible und einfache Bauablaufplanung und Terminierung aller Gewerke
  • Integration der Baustellendaten in eigene DMS oder ERP-Systeme via Schnittstellen und optimalerweise Anbindung ans BIM-Modell.
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Digitalisierung auf der Baustelle durch Einsatz digitaler Lösungen

Entsprechend dem wachsenden Bedürfnis nach Effizienz und Arbeitserleichterung, bietet BauMaster eine intelligente Gesamtlösung für das digitale Management von Bauprojekten.

Der erste Schritt ist, Büro und Baustelle über eine Cloudlösung sinnvoll miteinander zu vernetzen. Da alle Bauabläufe zentral über eine Cloud abgewickelt werden, vermeidet dies Medienbrüche und beschleunigt die Kommunikation deutlich.

Das bedeutet Digitale Baustelle mit BauMaster:

  • Bauprotokoll-Vorlagen für die gesamte Dokumentation, wie z.B. Baubegehung, fortlaufende Baubesprechung, Mängelprotokolle, Abnahmeprotokolle u.v.m.
  • Bautagebuch-App
  • Vernetztes Bauen mit beliebig vielen Partner-Nutzern
  • Bauzeitenplan (auf der Basis von Protokolleinträgen oder als eigenständige Planung)
  • Aufgabenübersicht mit allen Terminen und Fristen
  • Fotodokumentation
  • Projektraum als Digitale Bauakte zur zentralen Ablage aller Dokumente
  • Offline Arbeiten
  • Kontakteverwaltung (Bau-CRM)
  • Messenger (Bau-Chat) für DSGVO-konforme Kommunikation
  • Intelligente Echtzeit-Suche und Filterfunktion
  • u.v.m.

Mit diesem umfangreichen Funktionen, der simplen Handhabung und der einfachen Einführung machen Sie mit BauMaster den ersten Schritt hin zur digitalen Baustelle.

Machen Sie jetzt den ersten Schritt und testen Sie BauMaster unverbindlich für 30 Tage:

Die digitale Baustelle wird von Menschen getragen

Angesichts all der Möglichkeiten, die in der Digitalisierung auf der Baustelle stecken, sollte eines nicht vergessen werden. Digitale Lösungen können immer nur so gut und effektiv sein, wie groß die Bereitschaft der beteiligten Menschen ist. Egal um welche digitale Baustelle-App es sich handelt, es ist immer der Mensch, der Informationen erfasst und weiterleitet.

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Dank digitale Baustelle-App zur Digitalisierung auf der Baustelle

Hindernisse können z.B. Altersbarrieren bei der Nutzung von Baustellen-Apps sein oder generell mangelnde Bereitschaft zu Kooperation und Kommunikation. Denn eine “Digitale Baustelle” zaubert Kommunikationsprobleme nicht einfach weg.

Die Chancen durch den Einsatz von digitalen Baustellen-Apps wie BauMaster überwiegen deutlich und sollten von Projektleitern genutzt werden:

  • Dokumentieren am Tablet oder Smartphone ist deutlich schneller und einfacher als mit Zettel und Stift
  • Mit wenigen Klicks werden alle Projektbeteiligten zuverlässig und nachweisbar informiert
  • Junge Nachwuchskräfte werden durch den Einsatz innovativer, digitaler Methoden angelockt, womit dem Fachkräftemangel entgegengewirkt wird
  • Auftraggeber schätzen und vertrauen einer digitalen Dokumentation
  • Digitalisierung am Bau wird zum Qualitätsmerkmal für Mitarbeiter und sichert die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen

Letztendlich läuft die Digitale Baustelle für die Baubeteiligten auf mehr Teamwork, Kooperation und Gemeinschaftsgeist hinaus. Das ist für uns bei BauMaster der eigentliche Nutzen, der aus der Digitalisierung auf der Baustelle entstehen sollte.


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